Weiterbildung der DLRG Bootsführer auf Norderney
Weiterbildung der DLRG Bootsführer auf Norderney
Freitag, den 14. Mai 2010 um 08:57 Uhr
Kürzlich fand die zweite Weiterbildung der Bootsführer der DLRG-Ortsgruppe Kleve e.V, statt. Mit einem zünftigen „Moin, moin“, erfolgte die Begrüßung der angereisten 18 Bootsführer in Greetsiel / Schleswig-Holstein. Die Planung der mehrtägigen Veranstaltung lag – wie im vergangen Jahr – in den bewährten Händen des Orga-Teams, bestehend aus Derik Stalder, Thomas Kersten und Mischa Ounanian.
Perfekte Vorbereitung
Den Teilnehmern war vorab eine Info-Mappe zugesandt worden. Diese enthielt nicht nur Wissenswertes über die Stadt Greetsiel, Norddeich und die Insel Norderney, sondern vor allem auch nautische Unterlagen, einschl. zahlreicher detaillierter Seekartenausschnitte sowie die Gezeitentabelle. „Hierdurch können wir die sonst erforderliche Zeit für die theoretische Einweisung in das zu befahrene Revier und dessen Besonderheiten kürzen, „ so Derik Stalder. Die ebenso beiliegenden Fragebögen ermöglichten eine Überprüfung des eigenen Wissenstandes bezüglich der gesetzlichen Bestimmungen der Seeschifffahrtsstraßenordnung und Seezeichen.
Schwerpunkt Fahrpraxis
Durch gestellte Übungsaufgaben wie das kursgerechte Aufstoppen, Anlegemanöver an Steganlagen sowie an fahrenden Schiffen, konnte mit den unterschiedlichen Bootstypen recht schnell wieder die notwendige Routine im Umgang mit den Booten erreicht werden. Hierzu gehörten auch die „Person-über- Bord-Manöver“. Glücklicherweise spielte das Wetter weitestgehend mit, wobei die vollständige Regenschutzbekleidung einschl. der Rettungsweste zur Pflichtausstattung gehörte.
Nautische Navigation
Das Navigieren im küstennahen Gewässer vor Norddeich mittels Seekarte, Kompass und GPS stand ebenso auf dem Programm. Es galt hierbei – unter Berücksichtigung von Gezeiten und Strömungen – bestimmte vorher festgelegte Punkte (Seezeichen) anzufahren. Ständig standen die Bootsführer hierbei in gemeinsamen Funkkontakt.
Besuch Seenotrettungskreuzer
Höhepunkt war nach der Überfahrt nach Norderney sicherlich der Besuch des Stützpunktes der DGzRS.
Bei der Rundführung auf dem Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ gab die Besatzung einen sehr intensiven Überblick über deren Tätigkeiten an Bord. „Die Kommunikationsmöglichkeiten an Bord sind schon Stand der Technik, “ so Herbert Boot sichtlich beeindruckt und fügt lachend hinzu: „Unser Rettungsboot in Wissel ist da „nicht ganz so aufwändig“ ausgestattet.“
Fazit
Die Weiterbildung wurde von allen sehr positiv bewertet.“ Besonders hervorzuheben ist die wirklich engagierte Vorbereitung und tolle praktische Umsetzung vor Ort, “ so Herbert Boot zusammenfassend. Auf die Frage, ob denn wohl noch eine Steigerung möglich sei antwortete ein Teilnehmer: „ Ja, aber dazu müsste es mindestens 2 Wochen nach Mallorca gehen!“


