Erste Gemeinschaftsübung der DLRG und Feuerwehr in Kleve

Erste Gemeinschaftsübung der DLRG und Feuerwehr in Kleve

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Die erste gemeinschaftliche Übung der DLRG mit der Freiwilligen Feuerwehr Kleve, Löschzug Kleve, fand kürzlich am Altrhein statt.

Hilferufe vom Clubschiff des Klever Yachtclub waren weithin hörbar.
Angenommen wurde der Ausbruch eines Brandes auf dem dort liegenden Clubschiff.
Hierbei galt es, nicht nur die vom Feuer Eingeschlossenen zu retten, sondern zusätzlich vermisste ins Wasser gefallene Personen zu finden und zu retten. Zeitgleich war der Brand zu bekämpfen. Dazu wurde u.a. auch eine Tragkraftspritze an Bord eines Hochwasserbootes genommen, um ein Löschen auch von der Wasserseite aus vornehmen zu können.


Einsatzkräfte DLRG
Zur Lösung der Aufgabe waren zahlreiche Einheiten der DLRG Bezirk Kreis Kleve e.V. unter Leitung des Bezirkseinsatzleiters, Sascha Wolf, vor Ort. Neben drei Hochwasserbooten waren auch die Rettungstauchgruppen aus Kevelaer und Weeze beteiligt, die gemeinsam mit den Kräften der Freiwilligen Feuerwehr Kleve, Löschzug Kleve, unter Leitung des Zugführers, Brandoberinspektor Jürgen Buil, geschlossen nach Brienen ausrückten.

Realistisches Szenario
„Hilfe, hilfe, so helft uns doch, wir ersticken!“. In dem völlig vernebelten Clubschiff sorgte die RUND Gruppe der DLRG für eine äußerst realistische Darstellung. RUND steht hierbei für „Realistische-Unfall-Notfall-Darstellung“. Die ersten Trupps der Feuerwehr, die unter Atemschutz vorgingen, hatten die Aufgabe, die Verunfallten so schnell wie möglich zu befreien und dem Verletztensammelplatz zuzuführen. Dort galt es, die unterschiedlichen Verletzungsmuster bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu behandeln sowie Verletzte angemessen zu betreuen. „Das Szenario an Bord war mehr als realistisch dargestellt“, so ein Beteiligter. „Nach wenigen Minuten im verqualmten Raum, wurde es einem wirklich mulmig“. Schließlich ist auch eine solche Darstellung für die Mimen der RUND-Gruppe etwas Neues.

Gleißendes Licht
Den Beobachtern bot sich nach der Rettung der im Vereinsschiff eingeschlossenen Personen folgendes Bild: Rettungsboote umfuhren die Einsatzstelle, Tauchtrupps suchten die Umgebung unter Wasser ab, Kommandos hallten über das Wasser, Schlauchmaterial wurde zurückgenommen. An der Verletztensammelstelle kehrte Ruhe ein, nachdem alle Opfer an den Rettungsdienst übergeben werden konnten. Die Taucher schlossen ihren Einsatz ab, nachdem alle drei versenkten Übungspuppen aufgefunden werden konnten.

Zusammenarbeit

Trotz der erstmaligen Zusammenarbeit beider Hilfsorganisationen verlief die Übung ausgesprochen gut. Die Kommunikation sowie die Aufgabenteilung waren voll gelungen. Dieses Resümee konnten die Einsatzleiter bereits an der Einsatzstelle ziehen.
Die Übungsvorbereitung oblag Dietmar Kopka, der sich besonders beim 1. Vorsitzenden des WSCKL Kleve für das Bereitstellen der Örtlichkeiten bedankte.

Manöverkritik
Bei der sich anschließenden Manöverkritik gingen die Verantwortlichen noch einmal auf die besondere Aufgabenstellung und ihr taktisches Vorgehen ein. Insbesondere wurde der Ablauf eines Tauchereinsatzes dargestellt. Hierzu Herbert Boot, Sprecher der DLRG:“ Es gab noch eine bemerkenswerte Besonderheit, nämlich, dass einige Angehörige, die an diesem Abend in DLRG-Einsatzbekleidung erschienen waren, auch noch Angehörige einer Freiwilligen Feuerwehr sind.“ „Das trifft auch auf mich zu“. „Dieses stellt natürlich schon eine Vereinfachung in Kommunikation und Verständnis untereinander dar“, so Boot abschließend.
Seitens der Einsatzleitung der Feuerwehr sagte Jürgen Buil einer Nachbesprechung auf Führungsebene mit den DLRG-Verantwortlichen zu.
Am Ende meldete sich der jüngste Mime zu Wort:“ Mir hat es sehr gut gefallen, ich bin beim nächsten Mal gerne wieder dabei.“. Hierfür gab es donnernden Beifall aller Beteiligten. Die Zusage für weitere gemeinschaftliche Übungen gilt hiermit als besiegelt.

 

DLRG, Feuerwehr und Mimen sind nach der gemeinsamen Übung fit für den Ernstfall.

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